Waldbrand Kaisersäule

Am Sonntag, den 04.08.2013, wurde die Freiwillige Feuerwehr Thaur um 19:07 Uhr via Pager zu einem Waldbrand bei der Kaisersäule gerufen. Nach dem Eintreffen der Feuerwehrmänner im Gerätehaus machte sich sofort der erste Trupp mit dem LAST auf den Weg Richtung Kaisersäule um die Stelle zu erkunden.

In der Zwischenzeit hatte man schon von der Florianstation aus Kontakt mit den Almpächtern hergestellt, welche dann den zeitlichen Vorsprung nutzten und sich ebenfalls auf den Weg Richtung Kaisersäule machten. Es stellte sich dann heraus, dass sich auch noch ein Thaurer in der Nähe der Kaisersäule befand. Nach dem Eintreffen der ortskundigen Person, bekam man sofort die Nachricht über einen Flächen- bzw. Waldbrand. Kurze Zeit darauf trafen auch die ersten Feuerwehrmänner an der Brandstelle ein. Bei der ersten Erkundung sah man dann, dass der Brand unterhalb der Kaisersäule in steilem Gelände wütete. Nach dem Bekanntwerden der genauen Sachlage versuchte man in der Florianstation einen Hubschrauber als Hilfe zur Brandbekämpfung zu organisieren. Während dieser Zeit fuhr man auch schon mit einem voll besetzten KLF und der zusätzlichen benötigten Ausrüstung für das steile Gelände in das Halltal, um von dort aus zur Brandstelle zu gelangen. Kurze Zeit darauf kam dann auch schon per Funk die Meldung, dass sich der Hubschrauber der Fa. Wucher mit Flughelfern des Bezirkes Innsbruck-Land auf dem Weg Richtung Thaur machten. Natürlich begann man dann sofort mit der kompletten Organisation für den Hubschrauber Einsatz. Man benötigte zu Beginn eine große Menge an Wasser für den dann am Schlossfeld aufgebauten 15.000 Liter fassenden Löschwasserfalttank, aus dem der Hubschrauber das Wasser entnahm. So wurden dann das Tanklöschfahrzeug der FF-Thaur, die BF Innsbruck mit ihrem 10.000 Liter Tankwagen und Norz Josef mit seinem 16.000 Liter Jauchefass samt Traktor zum Einsatz gerufen. Nach dem Eintreffen der Feuerwehr am Schlossfeld begann man sofort mit dem Aufstellen und Befüllen des Wassertanks für den Hubschrauber. Nach Eintreffen des Hubschraubers führte der Pilot um 20:55 Uhr einen ersten Erkundungsflug hinauf zur Kaisersäule durch. Anschließend flog der Hubschrauber dann noch 3 Mal mit einem Bumbi Bucket (=Wasserbehälter für Hubschrauber) zur Brandstelle ehe man den Flugverkehr wegen der einbrechenden Dunkelheit beenden musste. Man stellte dann fest, dass man den Brand nicht vollständig löschen konnte, da sich richtige Glutnester gebildet hatten. So wurde dann beschlossen den Einsatz am nächsten Tag bei Tageslicht wieder weiter fortzusetzen. Es wurden dann noch am Abend einige organisatorische Dinge für den nächsten Tag durchgeführt. Nachdem der Morgennebel verzogen war startete der Hubschrauber um 06:26 Uhr mit dem ersten Personentransport auf die Kaisersäule. Als dann 10 Feuerwehrmänner zur Einsatzstelle geflogen wurden, flog der Hubschrauber anschließend das benötigte Material zur Brandbekämpfung hinauf zur Kaisersäule. Es wurde nämlich ein 3000 Liter Löschwasserfaltbehälter, eine Pumpe inkl. diversen Schlauchmaterial und Zubehör zur effektiveren Löschung des Brandes vor Ort in Stellung gebracht. Das Ausgraben der Glutnester, sowie die Löscharbeiten im sehr steilen und unwegsamen Gelände konnten nur in Verbindung mit einer Seilsicherung der Einsatzkräfte vorgenommen werden. Durch die Beigabe eines Benetzungsmittels konnte dann eine effektivere Löschwirkung erzielt werden.

Um ca. 10 Uhr konnte dann nach 30 Rotationen (=Löschflüge) „Brand AUS“ gegeben werden. Es wurde dann sämtliches benötigtes Material auf der Kaisersäule dann noch für ein paar Tage dort gelassen, um bei einem wieder Aufkommen der Flammen schnell reagieren zu können. Dieses Einsatzmaterial wurde dann im Laufe der Woche von einem Hubschrauber des Bundesministeriums für Inneres wieder abtransportiert.

 

Insgesamt wurden an beiden Tagen 34 Rotationen durchgeführt und ca. 13.000 Liter zum Brandort befördert.

 

Schlussendlich waren ca. 100m² von dem Brand unterhalb der Kaisersäule betroffen.

 weitere FOTOS

Im Einsatz waren an beiden Tagen:

 

Einsatzleiter: OBI Isser Werner (04.08.2013) + HBI Appler Martin (05.08.2013)

Bgm. Konrad Giner

Einsatzkräfte Thaur: 28 Mann (04.08.2013) + 20 Mann (05.08.2013)

Fahrzeuge Thaur: LAST, TLF-A 2000, LFB-A und KLF-A

 

Hubschrauber Fa. Wucher

 

Fahrzeuge zur Unterstützung:

04.08.2013 LAST Zirl, MTF Land, MTF Pfons, MTF Hall, WLF Hall, Kdo Zirl, ULF BF Ibk, Traktor Norz Josef (Schotthof)

05.08.2013 LAST BF Ibk

 

Einsatzkräfte zur Unterstützung:

04.08.2013 Flughelfer Bez. Ibk-Land, LBDS + BFK Ing. Peter Hölzl, ABI Karl-Heinz Strickner, Sachgebietsleiter Flugdienst Ibk-Land Jörg Degenhard

05.08.2013 Flughelfer BF Ibk, Flughelfer Bezirk Ibk-Land, Waldaufseher Thaur, Land Tirol Forstabteilung

letzte Einsätze

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